Teerbäume – kleine StraßenKunstwerke

„Teerbäume“ gibt es auf jeder Straße. In der Regel fahren wir achtlos darüber hinweg oder treten sie mit Füßen – ob wir wollen oder nicht.
Risse im Teer – unglaublich, welche wunderbaren Strukturen es hier zu entdecken gibt.

„Teerbäume“ – Risse im Teer

Besonders schön entwickeln sie sich nach einem Regenschauer. Die Sonne läßt die Straßenoberfläche trocknen und die Feuchtigkeit verzieht sich in diese Risse. Moose und kleine Pflanzen suchen sich hier ihren eingeschränkten Lebensraum und beschreiben die Zähigkeit der Natur.

Der Teer gibt diesen Bilder eine ganz besondere Hintergrundstruktur

 

Der Teer gibt diesem „Bild“ aber auch einen ganz besonderen Hintergrund und die Risse in der Straße lassen wilde Spekulationen zu. Sie verändern sich und sind im Grunde eine zeitlich begrenzte Bestandsaufnahme – Wasser und Frost werden hier zum Baumeister von kleinen Kunstwerken, die ein Straßenbauer sicher nicht gerne sieht. Einem Künstler aber ist das egal, er hat die Freiheit zu entscheiden, ob so ein einfacher Riss zu einem Bestandteil seiner Kunst wird oder auch nur ein einfacher Riss in der Straße bleibt.

 

Diese Risse im Teer lassen wilde Spekulationen zu

 

 

 

Zeitgeist – Fotos

 

Fotografie…    … als sachliche Darstellung unserer dinglichen Welt ist eine Form der Dokumentation von Wirklichkeit. Aber von welcher Wirklichkeit sprechen wir, wenn wir ein Foto betrachten. Spielt die soziale Situation und Lebenserfahrung des Betrachters nicht auch eine wichtige Rolle bei der Entscheidung was wir sehen. René Magritte hat einmal gesagt „… dass wir sehen und nicht das Auge“, d.h. der Inhalt unserer Wahrnehmung ist immer individuell interpretierte Wirklichkeit und somit in Abhängigkeit von der Erfahrungs­welt des Betrachters sehr unterschiedlich.

Mary Bauermeister im Gespräch mit Jürgen Horn

Im Gespräch mit Mary Bauermeister

Mein Ansatz.  Meine Fotos sind real fotografierte Wirklichkeiten, unbearbeitet und nicht mit dem Computer nachbehandelt.

Sie spiegeln eine andere Form der Realität.

Sie scheinen wie gemalte Abstraktionen. Und das, ist das was mich daran interessiert. Das Spielen mit den Farben ungeachtet der Tatsache, dass zeitweise keine Formen erkennbar sind. Der Betrachter hat selbst die Möglichkeit sich in die Bilder zu vertiefen und mit den Farben und Formen zu spielen.
Andererseits erkennt man häufig aber auch Landschaftselemente.

Alle Bilder sind in unserem Garten entstanden zu den unterschiedlichen Jahreszeiten – Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter.

Das Licht spielte eine große Rolle, um die Bilder so wirken zu lassen wie sie wirken.

Mary Bauermeister meint: „Wir sprechen hier von gemalten Fotografien – als seien sie mit der Kamera gemalt“     (Mary Bauermeister)