Teerbäume – kleine StraßenKunstwerke

„Teerbäume“ gibt es auf jeder Straße. In der Regel fahren wir achtlos darüber hinweg oder treten sie mit Füßen – ob wir wollen oder nicht.
Risse im Teer – unglaublich, welche wunderbaren Strukturen es hier zu entdecken gibt.

„Teerbäume“ – Risse im Teer

Besonders schön entwickeln sie sich nach einem Regenschauer. Die Sonne läßt die Straßenoberfläche trocknen und die Feuchtigkeit verzieht sich in diese Risse. Moose und kleine Pflanzen suchen sich hier ihren eingeschränkten Lebensraum und beschreiben die Zähigkeit der Natur.

Der Teer gibt diesen Bilder eine ganz besondere Hintergrundstruktur

 

Der Teer gibt diesem „Bild“ aber auch einen ganz besonderen Hintergrund und die Risse in der Straße lassen wilde Spekulationen zu. Sie verändern sich und sind im Grunde eine zeitlich begrenzte Bestandsaufnahme – Wasser und Frost werden hier zum Baumeister von kleinen Kunstwerken, die ein Straßenbauer sicher nicht gerne sieht. Einem Künstler aber ist das egal, er hat die Freiheit zu entscheiden, ob so ein einfacher Riss zu einem Bestandteil seiner Kunst wird oder auch nur ein einfacher Riss in der Straße bleibt.

 

Diese Risse im Teer lassen wilde Spekulationen zu

 

 

 

Wasserpfützen – Strukturen auf und unter dem Eis

Eisige Pfützen am Kleinen Heckberg bei Overath im Januar 2017

Diese kleinen Pfützen sind so faszinierend – kaum zu Glauben welch kleiner Kosmos sich da auftut. Luftblasen, Wasser und Dreck ergeben dieses wunderbare und gleichzeitig erstaunliche kleine Naturschauspiel. Es entstehen ungeahnte Strukturen von künstlerischer Qualität in eisiger Auseinandersetzung mit der Natur. Die Farben sind abhängig vom Licht, legen sich auf die Oberfläche und lassen, wie hier deutlich zu sehen, den dunklen Waldboden durchscheinen.

Mikrokosmos einer Pfütze – Ausschnitte zum Vergrößern klicken

Luftblasen werden durch die eiskalte Luft eingeschlossen und bleiben tatsächlich sichtbar und unterstützen dabei den Eindruck eines abstrakten Gemäldes.

Pfützenbilder von der Natur gemalt mit eisigen Strukturen

 

Waldweg vom Kleinen Heckberg ins Loopebachtal

Weitere „Pfützenbilder“ habe ich mit Ulrike auf einer Wanderung in Kaltenbach bei Engelskirchen entdeckt auf der sonnenabgewandten Seite eines schneebedeckten Hanges.

Pfützen bei Kaltenbach!

 Auch diese kristallklare Eispfütze (nächstes Bild) habe ich auf dem Waldweg bei Kaltenbach entdeckt – unbeschreiblich klare Strukturen und wunderschöne feine Fasern – fast schon wie ein, mit einem ganz feinen Stift, gezeichnetes Craquelé.

Das Craquelé als „entspanntes“ Abbild der Lebensgeschichte eines Gemäldes (Ryszard Moroz: http://www.museum-aktuell.de/download/d_65.pdf) – das passt so wunderbar auch auf die Lebensgeschichte dieser Eispfütze – sie wird zerfallen, dass ist sicher und so hat sie uns doch einen Augenblick ihrer Schönheit geschenkt.

Eispfütze bei Kaltenbach – wunderbare Strukturen. Ein Zufallstreffer!

 Beim nächsten Waldspaziergang in eisiger Umgebung, sollte der Blick auch einmal nach unten wandern, um dieses Schauspiel der Natur wahrzunehmen.

 

 

 

 

Blick ins Atelier

… jedes Teil und jeder Gegenstand auf diesem Bild (mit einem Klick zu vergrößern) hat hier seine ganz eigene Geschichte. Ein paar Gegenstände habe ich herausgesucht und möchte euch daran teilhaben lassen, welche Bedeutung diese Gegenstände für mich oder das Atelier haben. Alles gehört hier hinein – manches ist funktional und anderes ist sehr persönlich und auch eher emotional.

Ich könnte natürlich zu jedem Gegenstand etwas erzählen, selbst zu dem blauen Fön im Vordergrund rechts unten auf dem Bild.

Entscheidet selbst was für euch interessant sein könnte und fragt nach.

Blick ins Atelier – draußen ist es Winter und recht kalt – drinnen ist es gemütlich und warm

Den Ateliertisch – in der Höhe und Neigung verstellbar – habe ich bereits in den 80er Jahren gekauft. Das war etwas ganz besonderes und – damals – finanziell eine Herausforderung und lange hatten wir darüber diskutiert, ob wir es uns leisten können.
In der Nähe des Autobahnkreuzes Hilden (an der A3 zur A46) hatte ich einen Großhandel aufgetan (Es gab ja noch kein privates Internet). Den Tipp hatte ich von Hans Peter bekommen. Hans Peter hatte in den 80er und 90er Jahren eine Bilderrahmenwerkstatt in Hürth.

Skulptur von David Francisco

Diese wunderschöne Skulptur eines jungen Mannes und einige andere Skulpturen hat David Francisco hier in Deutschland hergestellt und musste sie bei seiner Rückkehr in die USA 1985 nicht nur hier lassen, sondern hat sie uns auch geschenkt. Wir haben uns sehr darüber gefreut. Seine Figuren bereichern unseren Garten und mein Atelier. David ist mein Schwager und hat ein kleines Bildhaueratelier in Morganton in North Carolina. oben

Gliederpuppe

Gliederpuppen gibt es in allen Größen und inzwischen auch magnetisch, so dass sie ohne eine Stange frei im Raum bewegt werden können, Diese hier ist sehr klein, steht frei auf einem Fuß und auf einer dünnen Metallstange. Gliederpuppen haben mich durch mein Kunststudium begleitet und sind doch wunderbare „Helfer“ beim zuordnen von Proportionen und recht leicht zu zeichnen. Auch als selbständiges Motiv sind sie wunderbar einzusetzen. oben

Spruehflasche

Diese blauen Deo-Fläschchen habe ich von einer lieben Kursteilnehmer geschenkt bekommen. Trudi hatte ein kleines Drogeriegeschäft, so hat sie mir eines Tages einige leere Fläschchen mitgebracht. Das Sprühen mit diesen Fläschchen ist hervorragend geeignet, um in der Aquarellmalerei wunderschöne Verläufe zu erstellen. Aquarellstifte und wasserlösliche Tuschestifte lassen sich hiermit, auf Papier aufgetragen, ebenso mit einem feinen Wassernebel zu schönen Verläufen hinreißen. Der Sprühnebel und kleine Wassertropfen lassen sich auf trockener Aquarellfarbe perfekt mit einem Schminktuch abtupfen und man erhält Nebellandschaften oder Sternenhimmel oder sonstige „rostige“ Strukturen. oben

Tageslichtlampe

Diese Lampe über meinem Arbeitstisch ist flexibel in die unterschiedlichsten Richtungen positionierbar. Sie gibt ein sehr gutes, an das Tageslicht angelehntes, Licht. Ich möchte diese Lampe nicht mehr missen. Sie war ein Weihnachtgeschenk von Ulrike. Meine Uraltlampe habe ich dann gerne gegen diese eingetauscht. Das war ein tolles Geschenk! oben

Passepartout

Passepartouts schneiden habe ich in 80er Jahren gelernt. Hans Peter hatte mir des Öfteren seine Bilderrahmenwerkstatt in Hürth zur Verfügung gestellt (s.o.). Hier konnte ich mich austoben – das Papier musste manchmal darunter leiden, aber ich habe dabei viel gelernt. oben

Zeichnungsschrank

Diesen Zeichnungsschrank habe ich um das Jahr 2001 in der Nähe von Frankfurt gekauft und mit dem Anhänger nach Overath transportiert – schwierige Aktion, ein Zeichnungsschrank, so muss man wissen, ist doch ziemlich groß und nicht leicht. Natürlich war der Schrank gebraucht, das war vielleicht ein kleiner Fehler – fünf Schubladen lassen sich nicht mehr komplett schließen (auf dem Foto links kann man das bei der dritten Schublade von oben erkennen).
Dafür war er günstig und erfüllt absolut seinen Zweck, nämlich Bilder und Passepartouts aufzubewahren. Ich möchte ihn ebenfalls nicht mehr missen. oben

Aquarellblöcke

Aquarellmalerei ist einer meiner künstlerischen Schwerpunkte, so habe ich immer auch viele Aquarellblöcke vorrätig und arbeite oft auf mehreren gleichzeitig. Manche Bilder hole ich erst nach ein paar Monaten wieder raus, um die entscheidende Veränderung vorzunehmen.
Auch um manchmal festzustellen – das war wohl nichts! Dafür steht in meinem Atelier auch eine besondere „Ablage“ bereit. oben

Abfalleimer

IstDasKunstOderKannDasWeg

Besondere „Ablage“ oder wie auf dem eckigen Eimer steht – Ist das Kunst oder kann das weg. Im Übrigen ein Geschenk von Lisa! oben

Abstellwagen

Ein Ablagetisch für meine Zeichenstifte und Hilfswerkzeuge – direkt in der Nähe vom Ateliertisch. Früher hatte ich die Stifte (und sonstiges) fast immer auf dem Ateliertisch. Ich habe zwar immer alles wiedergefunden und es war auch gut sortiert, aber so ist es doch viel einfacher und macht mehr Spaß, obwohl ich auf dem Ateliertisch, für das jeweils spezielle Bild, immer noch ein kleines Holzschälchen für meine Stifte habe, die ich für diese Bild dann auch benötige.
Den kleinen Ablagetisch habe ich übrigens in der Bäderabteilung bei I..a am Butzweilerhof in Köln gefunden. oben

Kunstkataloge

Die immer aktuellen Kataloge für Kunstbedarf von Gerstäcker und Bösner liegen hier. Ich gestehe, Bösner hat bei mir noch immer die Nase vorne. Obwohl der Bösnerkatalog auf diesem Foto nicht zu sehen ist – er lag an diesem Tag in einem anderen Regal.
Früher allerdings habe ich meine Farben, Papiere, Pinsel, Stifte, Passepartoutskartons und … … immer bei Bruno Wolkenaer in Köln gekauft. Ein Foto und eine alte Visitenkarten hängt immer noch in meinem Atelier. Das war schon ein toller Künstlerladen in der Ehrenstraße mit ganz viel Flair und eigenem Charme und guter Beratung. Aber das ist Geschichte „Bruno Wolkenaer“ gibt es nicht mehr. Trotzdem muss man nicht traurig sein, sein Geld kann man auch bei Bösner und Konsorten ausgeben – die Qualität ist gut und die Beratung professionell. oben

Kalender-Boesner

Aktuelle Bösner Jahreskalender sind sehr informativ und für viele Künstler „unverzichtbar“. So habe ich sie am Anfang des Jahres immer hier liegen. oben

Meine Atelierkarte geht auf Reisen

Meine Atelierkarte geht auf Reisen - Start ist in Overath vor dem Atelier

Meine Atelierkarte geht auf Reisen – Start ist in Overath vor dem Atelier

Eine Reise ist immer ein kleines Abenteuer – in diesem Fall weiß auch ich nicht, wo diese Reise uns hinführt und wo sie enden wird.

 

Ich freue mich, wenn ihr mich dabei begleitet und bin gespannt an welchen spannenden Situationen ihr mich teilhaben lasst und welche interessante Orte ihr besucht.

Eine Karte könnte ihr bei mir anfragen und ich schicke sie euch zu.

 

 

 

 

 


Ab hier geht es auf die Reise – die neuesten Karten und Reiseziele findet ihr jeweils am Ende der Bilderreihe.


Reihenfolge des Eingangs:
Ein Klick auf den Ort reicht, um weitere Bilder und Infos zu bekommen

1 – Bonn, Deutschland;
2 – Morganton, North Carolina – USA;
3 – Oberhausen,  Deutschland;
4 – Hamburg, Deutschland;
5 – Cordoba, Spanien;
6 – Oostkapelle, Niederlande;
7 – Mökkelsnäs, Schweden;
8 – San Diego, California – USA;
9 – Fort Lauderdale, Florida – USA;
10 – Hobbiton in der Nähe von Matamata, Neuseeland;
11 – Gullfoss Wasserfall, Island;
12 –  Wien, Östereich
13 – Hyderabad, Indien

14 – Kuala Lumpur, Malaysia
15 – Singapur, Republic of Singapore
16 – New York City, USA
17 – Philadelphia, USA

18 – Washingtion DC, USA
19 –  Anuradhapura – Sri Lanka

20 –Dènja, Spanien
21 – Palma, Mallorca Spanien
22 – Aida Blu, Mittelmeer
23 – Korfu Stadt, Griechenland
24 – Olympia-Zeustempel, Griechenland
25 – Valetta, Malta
26 – Dubrovnik, Kroatien
27 –  Krka, Kroatien
28 – Krakau, Polen
29 – London, England
30 – Andratx, Mallorca/Spanien
31
 – Heidelberg, Deutschland
32 – Wilhelmshaven, Deutschland
33 – Dublin, Irland
34 – California, San Francisco – USA
35 – California, Bixby Creek Bridge – USA
36 – Kavala, Griechenland
37 –  Schloss Bran, Rumänien
38 – Tindari, Sizilien Italien
39 – Giverny, Frankreich
40 – Malaga, Spanien
41 – Wadi Mujib, Jordanien
42 – Lake Mead,  Arizona / Nevada –  USA
43 –
44 –
45 –
 
00 – Nächster Eintrag – ich warte bereits darauf

 

 


 

… bisher hat die Reise uns bis hierhin geführt, aber sie wird hier sicher noch nicht beendet sein!

Lake Mead, USA – Grüße kommen von Christa und David

 

Ich habe das Schwarz wieder entdeckt!

… ich habe wieder einmal von morgens bis spät abends im Atelier gearbeitet. Draußen war es sehr warm/heiß und im Atelier war es angenehm warm – so um die 23 Grad. Ich finde, dass hört sich gut an!

Viele neue Bilder sind dabei entstanden und ich habe immer noch weitere im Kopf – mal sehen, ob ich die auch noch auf das Papier bekomme.

Entstanden sind diffuse Landschaften mit schwarzen Himmeln und weitem Blick.

2016_neue Bilder 007

Landschaften mit schwarzem Himmel – Ausschnitte! – Aquarell und Gouache auf Papier.

 

Menschliche Gebilde oder was auch immer finden sich in den weiteren Bildern. Die Einlinie ist dafür im Hintergrund und gibt den Objekten einen würdigen Rahmen, ohne sich dabei zurückzuhalten. Je nach Blickwinkel ist sie das Maß aller Dinge und spielt sich auf – ab in den Vordergrund.

2016_neue Bilder 005

Menschliches oder was auch immer! – Aquarell und Gouache auf Papier

 

Geschichte des Ateliers

… wie kam es dazu?

… mein großer Wunsch war es immer schon in einem eigenem Atelier zu arbeiten.

Das es dann ein kleines Atelierhaus geworden ist, war in den ersten Gedanken noch gar nicht vorhanden.

Ich habe ursprünglich immer in unserer Wohnung und später in unserem Haus eine Ecke frei geräumt, um dort zu malen und zu zeichnen. Das Material und die Bilder mussten jedes mal weggeräumt und wieder sortiert werden. Meine Kinder sind mit dieser Form der künstlerischen Arbeit aufgewachsen und eine besondere Toleranz war dafür gar nicht nötig. Es war selbstverständlich und die künstlerische Arbeit fand in der Familie statt. Da ich immer auch schon Kurse in Aquarellmalerei, Zeichnen, Druckgrafik und in Kunstgeschichte gegeben habe, kam die Idee auf, in einem Atelier nicht nur selbst zu malen sondern auch Kurse anzubieten. Die ersten Ideen konzentrierten sich darauf einen kleinen Schuppen oder auch eine alte Scheune zu mieten. Von da an ließ mich diese Idee nicht mehr los. Schnell wurde uns klar – es musste ein eigenes Atelierhaus sein, ohne Verpflichtungen anderen gegenüber.00-erste Skizzen 01

00-erste Skizzen 04

00-erste Skizzen 03

Erste Gedanken schlugen sich in kleinen Skizzen wieder. Wie viel Platz stand zur Verfügung, wie groß sollte der Hauptraum sein, wo kommt das Licht her, sollte es eine Ecken geben wo Bilder gerahmt werden können, wo können Bilder gelagert werde, könnten wir auch eine Toilette unterbringen, wie kommt das Wasser ins Atelier, wie fließt es wieder weg, wo kommt der Strom her, wie wird geheizt, ….. ?????

00-erste Skizzen 05

00-Grundriss a

00-erste Skizzen 02

01 Entwurf01

Dann stand der „kleine“ Bagger vor der Tür. Den Aushub haben wir hinter dem Atelierhaus zu einem Wall aufgetürmt und diesen mit einem Naturzaun aus Gartenabfällen erhöht.

Wichtig war mir, das Atelierhaus mit zubauen. Es sollte ein Holzständerwerk sein.