Tricks und Kniffe – Aquarell

Kreative Technik mit Salz

Erinnerungsstütze:

Salz ist in der Aquarellmalerei eine übliche Möglichkeit Strukturen zu erzeugen. Laub, beispielsweise, läßt sich so auf eine wirklich spannende und kreative Weise darstellen.

Wollen Sie sehr feine Strukturen erzeugen müssen Sie darauf achten, dass das Papier nicht so intensiv gewässert wird. Die besten Resultate erreichen Sie, wenn die feuchte Farbe auf dem Papier langsam anfängt zu trocknen. Der feuchte Glanz auf dem Papier sollte noch gut zu sehen sein und genau in diesem Augenblick streuen Sie vorsichtig und nicht „klumpig“ das Salz über die Farbe – normales Salz vom ALDI hat sich hier bewährt. Das Salz sollte nicht zu grob, aber auch nicht zu feinkörnig sein, um eine angenehme Struktur zu erzeugen⁰

Wollen Sie hingegen eine gröbere Struktur mit weichen Übergängen erzeugen, darf die Farbe etwas wässerig aufgetragen werden. Anschließend sollten Sie nicht zu lange warten, bis Sie das Salz über die Farbe streuen.

Industrieanlagen – Aquarell / Wasserlösliche und wasserfeste Tuschestifte

Vorzeichnung mit wasserfesten und wasserlöslichen Tusche

Erinnerungsstütze:

Gegenstände des Alltags und neue Ausblicke – die Technik mit den wasserlöslichen und wasserfesten Tuschestiften ist spontan und für viele Motive geeignet.

 

 

 

 

 

Fertiges Bild

Ausschnitt

 

BaumBilder – Strukturen unter der Rinde und im Holz

 

„BaumBilder“ gibt es in jedem Wald. Oft im verborgenen – unter der Rinde finden sich diese wunderschönen Strukturen.
Wie entstehen diese „Bilder“?
Die Förster und Waldbesitzer mögen diese kleinen „Künstler“ gar nicht und würden Sie gerne auf dem Scheiterhaufen der Kunstgeschichte verbrennen. Sie sind nur wenige Millimeter groß, glänzen in der Sonne und krabbeln unter Baumrinden entlang, wo sie ihre Gänge bohren. Der Borkenkäfer – sie haben ebenso verrückte Namen wie beispielsweise der Buchdrucker oder der  Kupferstecher.  Die Brutgänge des Buchdruckers sind bereits genial angelegte kleine „Kunstwerke„. Für die betroffenen Bäume bedeutet das in der Regel allerdings deren Absterben.

 

Da braucht man erst gar nicht anzufangen zu malen

 

Der Borkenkäfer hat hier seine Arbeit getan. Warum er dann doch manchmal im Kreis läuft, um dann plötzlich wieder nach links oder nach rechts abzubiegen, weiß sicher nur er selbst – dabei hinterlässt er aber diese Vertiefungen im Holz, die erst dann sichtbar werden, wenn sich die Rinde vom Baum löst. Diese kleinen „Kunstwerke“ sind Teil der Überlebensstrategie der Käfer und im Zyklus von Leben und Sterben bedeuten sie für den Borkenkäfer „ÜberLeben“ und er macht sich keine Gedanken über die Auswirkungen. Er ist Teil der biologischen Vielfalt und unserer Natur.

Als Künstler muss ich das nicht bewerten und habe gleichzeitig immer auch die Freiheit zu entscheiden, ob diese Strukturen Bestandteile meiner Kunst werden.

 

Baumstrukturen – mit Sägeschnitt und Verfallsspuren

 

… gemalt?

 


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Teerbäume – kleine StraßenKunstwerke

„Teerbäume“ gibt es auf jeder Straße. In der Regel fahren wir achtlos darüber hinweg oder treten sie mit Füßen – ob wir wollen oder nicht.
Risse im Teer – unglaublich, welche wunderbaren Strukturen es hier zu entdecken gibt.

„Teerbäume“ – Risse im Teer

Besonders schön entwickeln sie sich nach einem Regenschauer. Die Sonne läßt die Straßenoberfläche trocknen und die Feuchtigkeit verzieht sich in diese Risse. Moose und kleine Pflanzen suchen sich hier ihren eingeschränkten Lebensraum und beschreiben die Zähigkeit der Natur.

Der Teer gibt diesen Bilder eine ganz besondere Hintergrundstruktur

 

Der Teer gibt diesem „Bild“ aber auch einen ganz besonderen Hintergrund und die Risse in der Straße lassen wilde Spekulationen zu. Sie verändern sich und sind im Grunde eine zeitlich begrenzte Bestandsaufnahme – Wasser und Frost werden hier zum Baumeister von kleinen Kunstwerken, die ein Straßenbauer sicher nicht gerne sieht. Einem Künstler aber ist das egal, er hat die Freiheit zu entscheiden, ob so ein einfacher Riss zu einem Bestandteil seiner Kunst wird oder auch nur ein einfacher Riss in der Straße bleibt.

 

Diese Risse im Teer lassen wilde Spekulationen zu