BaumBilder – Strukturen unter der Rinde und im Holz

 

„BaumBilder“ gibt es in jedem Wald. Oft im verborgenen – unter der Rinde finden sich diese wunderschönen Strukturen.
Wie entstehen diese „Bilder“?
Die Förster und Waldbesitzer mögen diese kleinen „Künstler“ gar nicht und würden Sie gerne auf dem Scheiterhaufen der Kunstgeschichte verbrennen. Sie sind nur wenige Millimeter groß, glänzen in der Sonne und krabbeln unter Baumrinden entlang, wo sie ihre Gänge bohren. Der Borkenkäfer – sie haben ebenso verrückte Namen wie beispielsweise der Buchdrucker oder der  Kupferstecher.  Die Brutgänge des Buchdruckers sind bereits genial angelegte kleine „Kunstwerke„. Für die betroffenen Bäume bedeutet das in der Regel allerdings deren Absterben.

 

Da braucht man erst gar nicht anzufangen zu malen

 

Der Borkenkäfer hat hier seine Arbeit getan. Warum er dann doch manchmal im Kreis läuft, um dann plötzlich wieder nach links oder nach rechts abzubiegen, weiß sicher nur er selbst – dabei hinterlässt er aber diese Vertiefungen im Holz, die erst dann sichtbar werden, wenn sich die Rinde vom Baum löst. Diese kleinen „Kunstwerke“ sind Teil der Überlebensstrategie der Käfer und im Zyklus von Leben und Sterben bedeuten sie für den Borkenkäfer „ÜberLeben“ und er macht sich keine Gedanken über die Auswirkungen. Er ist Teil der biologischen Vielfalt und unserer Natur.

Als Künstler muss ich das nicht bewerten und habe gleichzeitig immer auch die Freiheit zu entscheiden, ob diese Strukturen Bestandteile meiner Kunst werden.

 

Baumstrukturen – mit Sägeschnitt und Verfallsspuren

 

… gemalt?

 



 

 

Fotos die mir Spaß machen …

… sollen schon etwas besonderes sein. Ich gebe zu, sonst würden sie mir auch keinen Spaß bereiten.

 

Entweder es ist eine besondere Situation oder eine besondere Stimmung die ich hier jeweils eingefangen habe. Oft auch nur Details ohne Bezug zum Gegenstand.

Die Motive sind mir dabei oft egal – vielleicht ist es aber auch der eingeschränkte und geführte Blick der mich leitet und der mir wichtig ist. 

Landschaften und einsame „Gegenstände“ berühren meinen Blick besonders. Manchmal sind es auch nur die intensiven Farben oder die „einsamen“ Strukturen die mich leiten.

 

 

 

An dieser Stelle möchte ich immer wieder neue Bilder hinzufügen.

Steinsäge in einem Steinbruch in Lindlar (BGS Bergische Grauwacke)

 

Am Strand von Walcheren in der Nähe von Zoutelande

 

Küchenstillleben in Claude Monets Haus in Giverny

 

Farbenspiel in der Kathedrale von Rouen

 

Schmales Haus an der Französischen Küste in Êtretat

 

Stillleben mit Gartenstühlen im Hotel Baudy in Giverny

 

Wasserpfütze in der Altstadt von Rouen in der Nähe der Kathedrale

 

Fluttor am Rhein bei Rees in der Nähe von Wesel

 

Einblick in einen Wald im Hohen Venn in Belgien

 

Dieser junge Freund stammt aus Port de Sóller auf Mallorca (gemalt auf der Wand einer Hotelruine)

 



 

NaturSandbilder

Sandbilder, die das zurücklaufende Wasser hinterlässt.

Eine kleine Erfahrung am Strand von Walcheren in Holland.
Eine Welle lässt das Wasser am Strand auflaufen und beim Zurücklaufen bleiben diese wunderschönen und zarten Ränder bestehen. Der Sand gibt diesen „Bildern“ eine „warme“ Struktur.

 

Zurücklaufendes Wasser am Strand lässt diesen Rand entstehen – ein kleines Naturschauspiel

 

Diese kleinen Erfahrungen werden die Welt zwar nicht bewegen, so haben sie aber doch eine ästhetische Dimension, die das Leben ein wenig bereichert.

 

Oben im Bild der trockne und unten im Bild der feuchte Sand

 

Immerhin lässt sich die Natur schon einiges einfallen, um solche „Bilder“ angemessen zu präsentieren – wer sie nicht sieht, verpasst leider was und ist um diese kleine Erfahrung ärmer.

 

Die „letzte Welle“ hinterlässt diese wunderschönen Strukturen.

 

Was meine ich eigentlich mit der „letzten Welle“ – damit ist die Welle gemeint, die bei Flut den höchsten Punkt/Bereich am Strand erreicht und dort diese Strukturen hinterlässt. Schafft diese „letzte Welle“ es noch so gerade über einen Sandhügel, so entstehen nicht nur diese zarten Ränder sondern auch diese „Figuren“. Im nächsten Bild könnt ihr diesen Vorgang erkennen. Das Wasser ist natürlich inzwischen zurückgewichen und die „Ebbe“ ist im Anmarsch. So geht das ca alle sechs Stunden.  Im nächsten Bild sieht man, wie das Wasser bei Flut viel „Dreck“ und diese „kleinen Kunstwerke“ dazwischen zurücklässt.

 

So sieht sie aus – die „letzte Welle“. Sie hinterlässt eine ganze Menge „Dreck“ und dazwischen „diese wunderschönen Strukturen.

 

Die „letzte Welle“ hinterläßt diese wunderschönen Strukturen.

 

Bücher in meinem Atelier

Bücher über die Aquarellmalerei in meinem Atelier

… Bücher in meinem Atelier. Vor allem Bücher über die Aquarellmalerei, das Zeichnen, die Druckgrafik und die Proportion des Menschen findet man hier. Natürlich auch das Standardwerk – Die Gestalt des Menschen von Gottfried Bammes. Dieses hervorragende Lehrbuch über die Anatomie für Künstler hat mich schon während meines Studiums begleitet und heute steht es in meinem Atelier auch für meine Kursteilnehmer zur Verfügung.

Bücher in meinem Atelier

 

Allerding muss ich in Gesprächen mit meinen Kursteilnehmern auch immer wieder feststellen, dass Bücher sicher eine wunderbare Inspiration sind und fortgeschrittenen Kursteilnehmern geben sie die eine oder andere Hilfestellung und Idee, aber Malen lernen mit Hilfe von Büchern ist doch eine andere Sache. In der Regel klappt das nicht und die Ergebnisse sind oft niederschmetternd.

 

Wasserpfützen – Strukturen auf und unter dem Eis

Eisige Pfützen am Kleinen Heckberg bei Overath im Januar 2017

Diese kleinen Pfützen sind so faszinierend – kaum zu Glauben welch kleiner Kosmos sich da auftut. Luftblasen, Wasser und Dreck ergeben dieses wunderbare und gleichzeitig erstaunliche kleine Naturschauspiel. Es entstehen ungeahnte Strukturen von künstlerischer Qualität in eisiger Auseinandersetzung mit der Natur. Die Farben sind abhängig vom Licht, legen sich auf die Oberfläche und lassen, wie hier deutlich zu sehen, den dunklen Waldboden durchscheinen.

Mikrokosmos einer Pfütze – Ausschnitte zum Vergrößern klicken

Luftblasen werden durch die eiskalte Luft eingeschlossen und bleiben tatsächlich sichtbar und unterstützen dabei den Eindruck eines abstrakten Gemäldes.

Pfützenbilder von der Natur gemalt mit eisigen Strukturen

 

Waldweg vom Kleinen Heckberg ins Loopebachtal

Weitere „Pfützenbilder“ habe ich mit Ulrike auf einer Wanderung in Kaltenbach bei Engelskirchen entdeckt auf der sonnenabgewandten Seite eines schneebedeckten Hanges.

Pfützen bei Kaltenbach!

 Auch diese kristallklare Eispfütze (nächstes Bild) habe ich auf dem Waldweg bei Kaltenbach entdeckt – unbeschreiblich klare Strukturen und wunderschöne feine Fasern – fast schon wie ein, mit einem ganz feinen Stift, gezeichnetes Craquelé.

Das Craquelé als „entspanntes“ Abbild der Lebensgeschichte eines Gemäldes (Ryszard Moroz: http://www.museum-aktuell.de/download/d_65.pdf) – das passt so wunderbar auch auf die Lebensgeschichte dieser Eispfütze – sie wird zerfallen, dass ist sicher und so hat sie uns doch einen Augenblick ihrer Schönheit geschenkt.

Eispfütze bei Kaltenbach – wunderbare Strukturen. Ein Zufallstreffer!

 Beim nächsten Waldspaziergang in eisiger Umgebung, sollte der Blick auch einmal nach unten wandern, um dieses Schauspiel der Natur wahrzunehmen.